Burnhard Tony oder Fat Tony: Welcher Gas-Pizzaofen passt zu Dir?

Knuspriger Boden, luftiger Rand, fertig in wenigen Minuten: Dafür sind Gas-Pizzaöfen gebaut, und genau da scheitert jeder Küchenherd. Burnhard hat neben seinen Gasgrills zwei solcher Spezialisten im Programm: den Tony und den Fat Tony. Auf den ersten Blick trennt die beiden vor allem die Größe. Auf den zweiten steckt mehr dahinter: Der eine ist der leichte Einstieg, der andere bringt Hitzeschild, 2-Zonen-Messung und deutlich mehr Leistung ab Werk mit. Wir haben die Daten beider Modelle und die Erfahrungen aus unabhängigen Tests verglichen und zeigen Dir, welcher der beiden zu Deiner Terrasse, Deinem Balkon und Deinem Pizzahunger passt. Eines vorweg: Beide Modelle führen wir nicht selbst. Unsere Einschätzung stützt sich auf die Herstellerdaten, die Bedienungsanleitungen beider Geräte und unabhängige Praxistests.
Das Wichtigste in Kürze
- Größe: Das große Modell schafft fünf Zentimeter größere Pizzen, das sind rund ein Drittel mehr Fläche pro Durchgang.
- Ausstattung: Hitzeschild und Messtechnik sind beim Großen inklusive, beim Tony kaufst Du beides als Zubehör dazu.
- Leistung: Gut ein Drittel mehr Brennerleistung im großen Modell. Die Backzeit ist laut Hersteller trotzdem bei beiden gleich.
- Ideal für: Der Tony passt zu Einsteigern mit wenig Platz, der Fat Tony zu allen, die regelmäßig und mit voller Kontrolle backen.
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Tony und Fat Tony im Vergleich: Die Unterschiede auf einen Blick
Die Tabelle zeigt Dir die Daten beider Modelle nebeneinander. Die wichtigsten Zeilen: Pizzagröße, Ausstattung und Platzbedarf.
| Merkmal | Tony | Fat Tony |
|---|---|---|
| Max. Pizzagröße | bis 29 cm | bis 34 cm |
| Pizzastein (Cordierit) | 33 × 33 cm, 1,5 cm stark | 35 × 38 cm, 2 cm stark |
| Brennerleistung | 5,9 kW | 8 kW |
| Hitzeschild | als Zubehör | inklusive |
| Spitzentemperatur (Hersteller) | keine belastbare Angabe | über 650 °C (mit Schild ab Werk) |
| Thermometer | keins | 2-Zonen, inklusive |
| Einschubhöhe | 10 cm | 14 cm |
| Gewicht | 14,5 kg | 21,5 kg |
| Stellfläche (ca.) | 48 × 58 cm, 25 cm hoch | 58 × 63 cm, 28,5 cm hoch |
| Gasverbrauch | 429 g/h | 582 g/h |
| Backzeit (Hersteller) | 90 Sekunden | 90 Sekunden |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Die Backzeit ist kein Unterscheidungsmerkmal, und sie ist ein Bestwert. Anderthalb Minuten schafft neapolitanischer Teig bei voller Hitze, mit normalem Hefeteig oder niedrigerer Temperatur dauert es eher zwei bis fünf Minuten. Zweitens: Der oft zitierte Temperaturunterschied hängt vor allem am Hitzeschild, denn das liegt beim großen Modell im Karton und kostet beim kleinen extra. Beim Backvorgang selbst zielst Du ohnehin auf 400 bis 450 Grad, beim Tony gemessen auf dem Stein, beim Großen im Backraum. In den Praxistests, die wir für diesen Vergleich ausgewertet haben, sind beide je nach Wetter und Schild in 15 bis 25 Minuten backbereit.
Der Tony Pizzaofen: Klein, leicht, transportabel

Der Tony von Burnhard ist der kompakte Einstieg ins Gas-Pizzaofen-Segment. Mit 14,5 kg trägst Du ihn allein auf die Terrasse, und mit rund 48 × 58 cm Stellfläche bei 25 cm Höhe findet er auch auf einem kleinen Balkontisch Platz. Er ist das Modell zum Mitnehmen für alle, die wenig Raum haben. Dazu passt die optionale Transport-Tasche, die es nur für ihn gibt.
Im Inneren liegt ein quadratischer Stein aus Cordierit mit 33 Zentimetern Kantenlänge, darauf backst Du Pizzen bis 29 Zentimeter. Der L-förmige Brenner schickt rollende Flammen an der Seite und der Rückwand entlang, deshalb reicht laut Hersteller schon einmaliges Wenden. In der Praxis drehen die meisten Tester ein- bis zweimal, die erste Drehung nach 30 bis 45 Sekunden. Vier unabhängige Praxistests beschreiben übereinstimmend neapolitanische Pizza mit dem typischen Leopardenmuster am Rand, wie Du sie sonst aus der Pizzeria kennst.
Beim Tony kalkulierst Du zwei Abstriche ein. Ein Thermometer ist nicht an Bord. Entweder misst Du die Steinmitte mit einem Infrarot-Messgerät wie dem Gozney Infrarot-Thermometer (nimm eins, das bis mindestens 600 Grad reicht, manche Geräte sind bei 400 am Anschlag), oder Du wartest nach Herstellerangabe schlicht 15 bis 30 Minuten, bis der Ofen durchgeheizt ist. Und der Einschubbereich ist mit 10 Zentimetern recht flach, zum Beurteilen des Backfortschritts bückst Du Dich also ein Stück.
Du willst erst einmal testen, ob Pizza vom heißen Stein überhaupt Dein Ding ist? Dann wirf vorher einen Blick auf unseren Ratgeber zum Pizzastein auf dem Gasgrill. Der zeigt Dir, was mit dem vorhandenen Grill schon geht und wo die Grenzen liegen.
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Pizzaofen Fat Tony: Größer, stärker, voll ausgestattet

Der Fat Tony Gas-Pizzaofen richtet sich, so formuliert es der Hersteller selbst, an Pizzabäcker mit großen Ambitionen. Das zeigt sich zuerst beim Format. Beim Durchmesser legt er ordentlich drauf, von 29 auf 34 Zentimeter, und der rechteckige Stein darunter misst 35 × 38 cm bei zwei Zentimetern Stärke. Ein dickerer Stein speichert mehr Hitze und kühlt beim Einschießen weniger aus. Damit begründet der Hersteller, dass Du mehrere Pizzen hintereinander backen kannst, ohne zwischendurch neu nachzuheizen. Ganz physikfrei ist auch das große Modell nicht: Der Stein gibt bei jeder Runde Wärme ab. Ob Du das merkst, hängt am eingesetzten Schild, an Deiner Taktung und daran, ob Du dem Stein zwischen zwei Durchgängen ein, zwei Minuten Vollgas gönnst.
Der stärkere L-Brenner heizt den größeren Backraum trotzdem zügig durch, laut Hersteller in rund 20 Minuten auf Maximaltemperatur. Dazu kommen Details, die den Alltag angenehmer machen: ein Griff aus Akazienholz und ein Einschub mit 14 statt 10 Zentimetern Höhe, der Dir das Wenden und Herausnehmen der Pizza deutlich erleichtert. Obendrauf ist der Große großzügiger abgesichert: Die Garantie-Verlängerung ist ohne Aufpreis und ohne Registrierung dabei, beim Tony kostet sie extra. Details und Ausnahmen regelt der Hersteller, die Elektronik der Messtechnik gehört nicht dazu.
Mit 21,5 kg und rund 58 × 63 cm Stellfläche ist der Fat Tony allerdings ein Standgerät für einen festen Platz, kein Gerät zum ständigen Wegräumen. Und er kommt in zwei Paketen mit etwas Montage, mehr als ein paar Schrauben, Schild einhängen und Gas anschließen ist es aber nicht.
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„Master the Heat": Was die 2-Zonen-Messung bringt

Das spannendste Ausstattungsmerkmal des Großen steckt vorn in der Front: das digitale Thermometer mit Dual Zone Heat Monitoring, bei Burnhard läuft das unter der Überschrift Master the Heat. Der Hersteller vermarktet ihn deshalb als Präzisionsofen, und die Doppelmessung ist der Grund: Das System behält konstant die Umluft-Temperatur im Backraum im Blick und übernimmt zusätzlich die Messung im Pizzastein. Umluft meint hier schlicht die Lufttemperatur in der Kammer. Genau diese zweite Zone ist der Punkt. Die Luft ist schnell heiß, der Stein braucht länger. Fürs Neapolitan-Programm heißt das: Es geht los, sobald der Backraum seine 400 bis 450 °C erreicht hat und der Ring auf Grün springt. Wer zu früh einschießt, holt sich einen blassen, labbrigen Boden.
Drei Programme wählst Du direkt am Display. Neapolitan für die klassische neapolitanische Pizza. Classic für römisch-knusprige Böden bei 320 bis 350 Grad im Backraum, die eher einige Minuten brauchen. Custom als freien Modus. Ein Leuchtring zeigt den Status: weiß heißt aufheizen, grün heißt backen, rot heißt zu heiß. Damit ersetzt das System das separate Infrarot-Messgerät, das Du beim kleinen Modell brauchst. Ein Detail aus dem Kleingedruckten der Anleitung, das Dir den ersten Pizzaabend rettet: Die vier AA-Batterien für das Thermometer liegen nicht bei. Leg sie direkt mit in den Warenkorb, sonst startest Du ohne Anzeige.
Was beide Tony Pizzaöfen gemeinsam haben

So unterschiedlich die Ausstattung ist, die Basis teilen sich beide. Die doppelwandige Backkammer aus Edelstahl steckt in einem pulverbeschichteten Stahlgehäuse. Eine klassische Tür haben weder der eine noch der andere: Was die Öffnung teilweise verschließt, ist das eingehängte Schild mit Holzgriff. Laut Hersteller hält es die Hitze im Garraum, stabilisiert die Temperatur bei Wind und macht das Ausbrennen des Steins nach der letzten Runde leichter. Du zündest direkt über den Bedienknopf, bis Du das Klicken hörst, und regelst dann stufenlos zwischen HI und LO. Springt der Brenner nach drei, vier Versuchen nicht an, drehst Du auf OFF, schließt das Flaschenventil und wartest fünf Minuten, bevor Du neu zündest. Nach dem Aufheizen kannst Du den Regler runterdrehen, um Gas zu sparen, der Stein hält die Hitze.
Auch der Anschluss ist unkompliziert: Gasschlauch und Druckminderer für den deutschen 50-mbar-Anschluss liegen bei beiden Modellen bei, es fehlt nur die Gasflasche. Was dagegen bei keinem der beiden im Karton liegt: ein Schieber. Ohne ihn hast Du keine Chance, den Fladen in den Ofen zu schieben oder sauber zu wenden. Plane ihn von Anfang an mit ein. Für die schmalen Einsätze dieser Öfen passen ein langer, schmaler Schieber wie der Moesta Pizzaschieber No. 1 oder der leichte Gozney Venture Pizzaschieber 12 Zoll. Welche Ausführung sich wofür eignet, liest Du in unserem Ratgeber zu Pizzaschieber und Pizzaschaufel. Passendes Zubehör vom Stein bis zur Schaufel findest Du auch bei uns unter Pizzasteine & Co.
Beide sind reine Outdoor-Geräte. Für die Nutzung im Innenbereich sind sie nicht zugelassen. Zum Lagern drinnen trennst Du die Gasflasche ab und nimmst sie aus dem Gerät. Rechne außerdem mit ordentlich Abwärme am Gehäuse: Ein Praxistest hat beim Tony oben auf der Hülle 96 Grad gemessen, und auch am großen Modell wird das Gehäuse im Betrieb heiß. Halte Kinder also auf Abstand, stell beide auf eine stabile, nicht brennbare Fläche und lass Luft zu allem, was Feuer fangen kann, von der Hauswand bis zur Markise. Und wer das Gerät dauerhaft draußen stehen lässt, nimmt den Stein bei Nässe besser heraus. Als Abdeckung gibt es für das Standmodell die passende Haube, den Tony packst Du in seine Tasche.
Lieferumfang: Das liegt jeweils im Karton
Beim Tony ist das Paket übersichtlich: Gerät, Stein, Bedienknopf, Schlauch und Regler. Der große Bruder legt ordentlich drauf: zusätzlich das Hitzeschild-Blech samt Halterung, das Thermometer und sogar Schraubendreher plus Schraubenset für die Montage. Rechne beim kleinen Modell deshalb realistisch. Wer die maximale Temperatur und eine saubere Messung will, kauft Schild und Infrarot-Messgerät dazu und landet damit näher an der Ausstattung des Großen, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Unsere klare Empfehlung: Plane das beim Tony von Anfang an mit ein, sonst kaufst Du zweimal.
Alle Sets, Bundles und beide Einzelgeräte findest Du gesammelt in der Tony-Serie im Burnhard-Onlineshop.
Welcher Ofen passt zu Dir?
Nimm den Tony, wenn Du zum ersten Mal einen Pizzaofen kaufst, wenig Stellfläche hast oder das Gerät regelmäßig mitnehmen willst: auf den Balkon, zu Freunden, in den Garten. Mit Pizzen bis 29 Zentimeter bist Du bei völlig alltagstauglichen Größen. Und beim Ergebnis? Die ausgewerteten Praxistests bescheinigen beiden dieselbe Klasse, bei richtiger Steintemperatur nehmen die zwei sich nichts.
Nimm den Fat Tony, wenn Pizza bei Dir öfter auf dem Plan steht und Du für Familie oder Freunde nachlegst, Runde um Runde. Große Pizzen mit 34 Zentimetern, mehr Pizza pro Durchgang und vor allem das Display machen den Unterschied im Alltag: Du siehst, wann der Stein wirklich bereit ist, statt zu raten. Wer einmal mit blassem Boden gestartet ist, weiß das zu schätzen. Und unsere Haltung dazu ist klar: Wenn Du Dir schon extra ein eigenes Gerät nur für Pizza anschaffst, dann mach keine Kompromisse. Genau dafür ist der Große gebaut. Nur für Gelegenheitsbäcker, die zweimal im Jahr anwerfen, bleibt er überdimensioniert, das sagt auch der Praxistest.
Bei 400 Grad und mehr liegen zwischen perfekt und verbrannt nur wenige Sekunden. Die ersten zwei, drei Runden sind bei jedem Modell dieser Klasse Lehrgeld, danach sitzt der Ablauf. Wer Teig und Handgriffe lieber einmal unter Anleitung übt, ist in unserem Pizzakurs in der Grillschule richtig. Genau diese Fragen hören wir im Showroom immer wieder, wenn Kunden vor unseren eigenen Modellen stehen.
Wie schlagen sich die beiden gegen die Konkurrenz?
Zur ehrlichen Beratung gehört der Blick über den Tellerrand, denn in einer ähnlichen Preisregion bewegen sich drei Modelle, die wir alle selbst im Sortiment führen und deshalb gut kennen. Jeder Modellname in der Tabelle führt Dich direkt zum jeweiligen Gerät.
| Merkmal | Tony | Fat Tony | Gozney Tread | Gozney Arc Lite | Outdoorchef Prismo 420 G |
|---|---|---|---|---|---|
| Max. Pizzagröße | bis 29 cm | bis 34 cm | bis 30 cm | bis 30 cm | Stein Ø 42 cm |
| Leistung in Kilowatt | 5,9 | 8 | 3,7 | 3,4 | 7,2 |
| Brenner | einer, L-Form | einer, L-Form | einer | einer, seitlich | zwei, getrennt regelbar: Garraum plus Booster unter dem Stein |
| Max. Temperatur (Hersteller) | keine belastbare Angabe | Spitze über 650 °C mit Schild, im Backbetrieb 400 bis 450 °C | 500 °C | bis 500 °C | ca. 450 °C Backtemperatur |
| Temperaturanzeige | keine, IR-Messgerät separat | digital, Backraum und Stein getrennt | analoges Backraumthermometer | keine, IR-Messgerät separat | digital, Stein und Garraum getrennt |
| Aufheizzeit (Hersteller) | ca. 15–30 Min. | rund 20 Min. | ca. 15 Min. | 15–30 Min. je nach Wetter | 15–20 Min. |
| Gewicht | 14,5 kg | 21,5 kg | 13,5 kg | 12 kg | 25,5 kg |
| Das Extra | Tasche für unterwegs optional | Hitzeschild und Messtechnik ab Werk | Tragegriffe, gemacht für unterwegs | voll isoliertes Gehäuse | Stein dreht automatisch per Knopfdruck |
| Für wen? | Einsteiger mit wenig Platz | oft backen, ohne Kompromisse | Camping und unterwegs | Balkon und kleine Terrassen | große Pizzen ganz ohne Wenden |
Die Einordnung dazu: Die beiden Gozneys sind sehr sauber verarbeitet, und ihre seitlich rollende Flamme ist eine Klasse für sich. Sie legt sich in einer Welle über den Backraum und bäckt den Rand gleichmäßig aus, weshalb die kleineren Kilowattzahlen von Tread und Arc Lite wenig über das Ergebnis sagen. Die Grenze setzt bei beiden eher die Backfläche mit 30 Zentimetern. Der Prismo wiegt am meisten und hat mit 8 Zentimetern den flachsten Einschub im Feld. Dafür arbeitet er als Einziger in dieser Runde mit zwei getrennt regelbaren Brennern: einem Stabbrenner im Garraum für die Oberhitze und einem Booster direkt unter dem Pizzastein. Der zahlt sich genau dann aus, wenn Du mehrere Runden hintereinander backst. Der Stein gibt bei jeder Pizza Hitze an den Teig ab und liefert irgendwann keinen knusprigen Boden mehr. Beim Prismo drehst Du dann den Booster auf und schiebst weiter ein, statt eine Pause einzulegen. Strom braucht er nur für Motor und Anzeige. Das Netzteil liegt bei, alternativ läuft beides über eine Powerbank mit 5 Volt, dann brauchst Du gar keine Steckdose in der Nähe.
Ein Wort zu den Temperaturen in der Tabelle, weil die Zahlen sonst mehr versprechen, als sie halten. Die über 650 Grad beim Fat Tony sind der Spitzenwert mit eingesetztem Hitzeschild. Im normalen Backbetrieb bewegst Du Dich auch dort bei 400 bis 450 Grad auf dem Stein. Outdoorchef gibt für den Prismo dagegen direkt die Backtemperatur von rund 450 Grad an. Das sind zwei verschiedene Messsituationen, und aus einer höheren Spitzentemperatur wird nicht automatisch die bessere Pizza. Entscheidend ist die Hitze im Stein und die Frage, ob sie auch bei der fünften Runde noch da ist.
Bleibt die Frage, wer das meiste Gerät bietet. Von den beiden Tonys ist das eindeutig der Fat Tony: mehr Fläche, mehr Leistung, Hitzeschild und Doppelmessung gehören ab Werk dazu, der kleine Tony braucht beides als Zubehör. Im ganzen Feld ist mein persönlicher Favorit trotzdem der Prismo, den wir selbst aufgebaut und mehrfach genutzt haben. Der Stein dreht sich von allein, der Booster hält die Bodenhitze oben, und das Display zeigt Stein und Garraum getrennt an. Damit nimmt er Dir genau die Handgriffe ab, an denen bei Gas-Pizzaöfen sonst der Abend hängt. Alle Modelle aus unserem Sortiment findest Du gesammelt unter Pizzaofen-Modelle mit Gas, unsere Einschätzung zu den Gozney-Neuheiten liest Du im Gozney-Überblick.
Unser Fazit: Tony oder Fat Tony?
Der Tony ist der unkomplizierte Einstieg, der fürs Geld erstaunlich viel liefert: klein, transportabel, schnell heiß, mit Ergebnissen auf Pizzeria-Niveau. Der Fat Tony ist das Modell für alle, die keine halben Sachen machen: mehr Fläche, mehr Reserven, Schild und Messtechnik ab Werk. Genau diese Vollausstattung spricht für reproduzierbare Ergebnisse im Alltag, und die ausgewerteten Praxistests bestätigen das. Unsere Einschätzung: Wer nur gelegentlich zwei, drei Runden einschießt, fährt mit dem Tony bestens und rüstet bei Bedarf nach. Wer regelmäßig den ganzen Tisch versorgt und Wert auf reproduzierbare Ergebnisse legt, greift direkt zum Großen und ärgert sich nicht später über nachgekauftes Zubehör.
Du willst Pizzaöfen vor dem Kauf live sehen? Die Tonys bestellst Du direkt beim Hersteller, die Modelle aus unserem Sortiment stehen dagegen bei uns im Showroom zum Anfassen. Schau vorbei, wir nehmen uns Zeit für Deine Fragen rund um Stein, Teig und Temperatur.
FAQ: Häufige Fragen zur Pizza aus dem Gas-Pizzaofen
Kann ich auch Brot oder Flammkuchen backen?
Ja. Der Hersteller nennt ausdrücklich auch Quiche, Flammkuchen und Brot als geeignete Gerichte. Flammkuchen ist sogar ein dankbarer Einstieg, weil der dünne Teig weniger Übung beim Einschießen verlangt. Für Brot arbeitest Du mit niedrigeren Temperaturen und mehr Geduld.
Welche Gasflasche brauche ich?
Eine handelsübliche 5-kg- oder 11-kg-Flasche mit Propan oder Butan, üblich ist hierzulande Propan. Der passende 50-mbar-Regler liegt samt Schlauch bei beiden Modellen bei, Du schließt nur noch an und prüfst die Verbindung mit Lecksuchspray oder Seifenlauge. Wirf dabei auch einen Blick auf den Schlauch, er darf keine Risse zeigen. Als Anhaltspunkt für den Vorrat: Eine 5-kg-Flasche hält beim Tony laut Praxistest rund elf Stunden auf voller Stufe durch, der stärkere Brenner des Großen zieht entsprechend mehr.
Darf ich den Gas-Pizzaofen drinnen oder in der Garage benutzen?
Nein. Beide Modelle sind ausschließlich für den Außenbereich zugelassen. Auch zum Lagern in Innenräumen gilt: Gasflasche abtrennen und aus dem Gerät entfernen.
Wie reinige und pflege ich den Stein?
Ausbrennen statt abwaschen: Nach der letzten Runde lässt Du das Gerät kurz auf voller Stufe nachheizen, Essensreste verbrennen dabei weitgehend von selbst. Eingebranntes auf der Oberfläche des Pizzasteins entfernst Du nach dem Abkühlen trocken mit Bürste oder Schaber. Niemals nass reinigen: Wasser zieht in den Stein ein, verdampft, sobald der Stein wieder heiß wird, und kann ihn platzen lassen. Genau deshalb lagerst Du ihn über den Winter am besten trocken und drinnen.
Welcher Pizzateig eignet sich für die hohen Temperaturen?
Ein klassischer Teig aus Mehl, Wasser, Salz und wenig Hefe mit langer, kalter Führung, so wie in unserem Rezept für original neapolitanischen Pizzateig. Er verträgt die Hitze, ohne zu verbrennen, und wirft den typischen luftigen Rand. Als Orientierung fürs Portionieren: rund 250 bis 280 Gramm pro Ballen für den Tony, 300 bis 330 Gramm für den Großen. Rezepte und Belag-Ideen findest Du in unserem Ratgeber zu den besten Pizza-Sorten.
Tipps & Tricks
Tipps & Tricks Vergleich, Pizzaofen, Burnhard, Kaufberatung, Tony, Fat Tony

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