Burnhard Earl im Test: Unsere Erfahrungen zum 3-Brenner Gasgrill im Praxistest

Getestet von: Sebastian – Grillexperte bei Grillcenter Nord | Testdauer: 2 Wochen, 4 Grillsessions | Testumgebung: Grillschule im Grillcenter Nord auf der Außenterrasse, Außentemperaturen 12–22 °C
Der Burnhard Earl 3-Brenner ist seit einigen Monaten in unserem Sortiment – und wir haben ihn nicht einfach in den Showroom gestellt, ohne ihn vorher gründlich auf die Probe zu stellen. Über zwei Wochen und vier Grillsessions habe ich den Earl als Hauptgrill in der Grillschule genutzt: Steaks, Lachsfilets, ganze Hähnchen am Drehspieß, Ribs im Low-&-Slow-Verfahren, Pizza auf dem Stein und sogar geräucherte Rippchen mit der Smokebox. In diesem Erfahrungsbericht teile ich Dir meine ehrlichen Eindrücke – mit konkreten Beobachtungen, Messwerten und einer klaren Einordnung, für wen sich dieser Gasgrill wirklich lohnt.
Burnhard Earl - unsere Erfahrungen: Das Wichtigste in Kürze
- Gesamtbewertung: 4,2 von 5 Sternen in unserem standardisierten Expertentest mit zehn Kategorien
- Stärken: Hervorragende Leistung (19,25 kW), beeindruckender Infrarot-Keramikbrenner (bis 900 °C), Edelstahl-Verarbeitung, umfangreicher Lieferumfang
- Schwächen: Gewicht von rund 70 kg macht den Aufbau zur Zwei-Personen-Aufgabe, Deckelthermometer ungenau für Low & Slow, keine WLAN-/Bluetooth-Anbindung
- Ideal für: Ambitionierte Hobbygriller, die regelmäßig für 4–8 Personen grillen und mehr Wert auf Vielseitigkeit und als auf Verarbeitungsqualität legen
Unsere Expertenbewertung: Burnhard Earl Gasgrill mit Zubehör im Test
Nach vier Grillsessions habe ich den Burnhard Earl 3-Brenner in allen zehn Kategorien unseres standardisierten Bewertungsschemas bewertet. Die Gesamtnote ergibt sich aus gewichteten Einzelwertungen – von Leistung über Bauqualität bis hin zu Design. Hier das vollständige Ergebnis:
| Kategorie | Gewichtung | Bewertung | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Leistung | 20 % | ★★★★½ (4,5/5) | Mit 19,25 kW Gesamtleistung gehört der Earl zu den starken 3-Brenner Gasgrills seiner Klasse. Der Infrarot-Keramikbrenner im Seitentisch erreicht bis zu 900 °C und liefert perfekte Krusten auf Steaks. Im Praxistest haben wir nach 12 Minuten bereits 380 °C im geschlossenen Deckel gemessen. |
| Bauqualität & Material | 15 % | ★★★★☆ (4,0/5) | Der massive Edelstahlkorpus fühlt sich wertig und langlebig an. Die Seitenteile aus Aluminium-Druckguss sind stabil verarbeitet. Die Schubladen im Unterschrank laufen dank Soft-Close sauber, könnten aber minimal leichtgängiger sein. |
| Vielseitigkeit | 15 % | ★★★★☆ (4,0/5) | Direktgrillen, Low & Slow, Räuchern mit der Smokebox und Rotisserie am Heckbrenner – der Earl deckt alle gängigen Grillmethoden ab. Einzig ein Pizzastein ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat erworben werden. |
| Einfachheit der Bedienung | 10 % | ★★★★☆ (4,0/5) | Die Drehregler sind intuitiv angeordnet und die Zündung funktioniert zuverlässig auf Knopfdruck. Der Aufbau ist gut lösbar, allerdings zu zweit deutlich einfacher als allein. Die Anleitung könnte an ein, zwei Stellen detaillierter sein. |
| Preis/Leistung | 10 % | ★★★★½ (4,5/5) | Ab 1.199 € ist der Earl kein Schnäppchen, doch der umfangreiche Lieferumfang mit Smokebox, Abdeckhaube, Schneidebrett und Druckminderer rechtfertigt den Preis. Vergleichbare Gasgrills liegen bei ähnlicher Ausstattung oft darüber. |
| Sicherheit | 8 % | ★★★★☆ (4,0/5) | Die Konstruktion steht stabil und wackelt auch bei Wind nicht. Die Gasführung ist sauber verlegt, ein Gasschlauch mit 50 mbar Druckminderer liegt bei. Die 11 kg Gasflasche verschwindet sicher im Unterschrank. |
| Reinigung & Wartung | 7 % | ★★★★☆ (4,0/5) | Die Fettauffangschale lässt sich werkzeuglos entnehmen und in Sekunden reinigen. Die Grillroste sind nach dem Ausbrennen mit einer Bürste schnell sauber. Etwas fummeliger ist die Reinigung der W-Shape Flavor Bars, da sie recht eng sitzen. |
| Grillfläche & Kapazität | 5 % | ★★★★½ (4,5/5) | Mit 3.570 cm² Hauptgrillfläche plus dem ausziehbaren Edelstahl Warmhalterost ist genug Platz für 4–8 Personen. Wer regelmäßig für noch größere Runden grillt, greift zum 4-Brenner Big Earl. |
| Zusätzliche Funktionen | 5 % | ★★★★½ (4,5/5) | Im Lieferumfang stecken Smokebox, Schneidebrett aus Akazienholz mit Saftrille, GN-Food-Container und Flaschenöffner. Dazu kommen klappbare Seitentische und ein Schubladensystem mit Soft-Close – so umfangreich liefern wenige Hersteller ab Werk. |
| Gesamtbewertung | 100 % | ★★★★☆ (4,2/5) | Ein überzeugender Premium-Gasgrill mit klaren Stärken bei Leistung, Ausstattung und Verarbeitung. Kleine Abzüge gibt es für das ungenaue Deckelthermometer und die fehlende Smart-Home-Anbindung. |
Gesamtergebnis: 4,2 von 5 Sternen – Der Burnhard Earl 3-Brenner ist ein überzeugender Premium-Gasgrill mit klaren Stärken bei Leistung und Ausstattung sowie wenigen, aber ehrlichen Schwächen.
Ersteindruck, Aufbau und Lieferumfang: Unsere Erfahrungen beim Auspacken
Eines vorweg: Der Burnhard Earl kommt teils vormontiert. Das ist ein echter Pluspunkt, denn bei einem Gewicht von knapp 70 kg ist der Aufbau trotzdem nichts, was Du alleine stemmen solltest. Zu zweit hatten wir den Gasgrill in etwa 45 Minuten aufgebaut – die Anleitung ist klar strukturiert, das Werkzeug liegt bei.
Was uns beim Auspacken sofort auffiel: Der Lieferumfang ist für diese Preisklasse außergewöhnlich. Während bei vielen Gasgrills Zubehör wie Abdeckhaube oder Schneidebrett separat gekauft werden muss, liefert Burnhard hier ein bemerkenswertes Paket:
- Grillroste nach Wahl: gusseiserne Grillroste oder Edelstahl-Grillroste
- Smokebox für Woodchips und Pellets
- 1 Edelstahl Warmhalterost (ausziehbar bis 24,5 cm)
- Schneidebrett aus Akazienholz mit integrierter Saftrille
- GN-Food-Container (6 l)
- UV-beständige Abdeckhaube
- Gasschlauch mit 50 mbar Druckminderer
- W-Shape Flavor Bars und Fettauffangschale
Haptisch macht der Burnhard Earl von der ersten Sekunde an einen wertigen Eindruck. Der Edelstahl-Korpus fühlt sich massiv an, die Schubladen im Unterschrank haben eine Soft-Close-Funktion – ein Detail, das man bei diesem Preis nicht unbedingt erwartet. Einziger Kritikpunkt beim Aufbau: Die Anleitung könnte an ein, zwei Stellen etwas detaillierter sein. Wer handwerklich nicht ganz unerfahren ist, kommt aber problemlos zurecht.
Der Infrarot-Keramikbrenner im Praxistest: Steaks auf einem anderen Level
Das Highlight des Earls ist für mich eindeutig der Infrarot-Keramikbrenner im Seitentisch. Mit 4,5 kW Leistung erreicht er Temperaturen von bis zu 900 °C – und das ist kein Marketingversprechen: Wir haben mit einem Infrarot-Thermometer nachgemessen und kamen nach etwa 10 Minuten Aufheizzeit auf 854 °C direkt über dem Brenner.
Im Praxistest habe ich ein 3 cm dickes Ribeye-Steak auf den vorgeheizten Keramikbrenner gelegt – jeweils etwa 60–90 Sekunden pro Seite, dann kurz im Indirekten Bereich auf Kerntemperatur gezogen. Das Ergebnis: Eine perfekte, gleichmäßige Kruste außen, innen saftig und auf den Punkt medium-rare. Das ist ein Grillergebnis, das Du erwartest und schätzen kannst!
Was den Burnhard Earl besonders macht: Der Keramikbrenner sitzt außerhalb der Grillkammer im Seitentisch. Du kannst also gleichzeitig auf dem Hauptrost Beilagen oder weiteres Grillgut zubereiten, während das Steak auf dem Infrarot-Keramikbrenner seine Kruste bekommt. Diese räumliche Trennung ist ein klarer Vorteil gegenüber integrierten Lösungen, bei denen der Sear-Bereich Platz auf dem Hauptrost wegnimmt.
Ehrlicher Hinweis: Der Keramikbrenner braucht seine 5–7 Minuten, bis er wirklich auf Betriebstemperatur ist. Wer ungeduldig ist und zu früh auflegt, bekommt keine optimale Kruste. Plane diese Aufheizzeit bewusst ein.
Grillleistung der 3 Hauptbrenner: Aufheizzeit und Temperaturverteilung
Die drei Hauptbrenner des Burnhard Earl liefern zusammen 11,25 kW – das ist eine solide Leistung für einen 3-Brenner Gasgrill. In unserem Test hatte der Earl nach etwa 12 Minuten mit geschlossenem Deckel eine Temperatur von rund 380 °C auf dem integrierten Thermometer erreicht – die Hitze bei geschlossenem Deckel baut sich gleichmäßig und zügig auf. Das ist ein sehr guter Wert, den wir bei Gasgrills dieser Preisklasse nicht immer sehen.
Die Temperaturverteilung über die gesamte Grillfläche von 3.570 cm² ist weitgehend gleichmäßig – mit einer erwartbaren Tendenz zu etwas höheren Temperaturen in der Mitte. Für das Garen mit geschlossenem Deckel im indirekten Bereich haben wir bei einem Brenner auf niedriger Stufe konstant 110–130 °C gehalten – ideal für Low & Slow. Über mehrere Stunden blieb die Temperatur stabil, ohne dass ich nachregeln musste.
Im Direktgrill-Modus mit allen Brennern auf voller Leistung zeigte sich die wahre Stärke des Earl: Burger in 3–4 Minuten pro Seite und Gemüse mit schönen Grillstreifen. Die gusseisernen Grillroste speichern die Hitze hervorragend und sorgen für ausgeprägte Röstaromen. Wir haben auf dem Earl alles gegrillt – von zarten Lachsfilets bis zu dicken Ribeye-Steaks, Gemüsespießen und Grillkäse.
Heckbrenner und Drehspieß: So gut funktioniert die Rotisserie
Der Heckbrenner (Backburner) mit 3,5 kW ist beim Earl serienmäßig verbaut – der Drehspieß ist als optionales Zubehör separat erhältlich und unserer Meinung nach eine lohnende Ergänzung. In Kombination ermöglichen sie echte Rotisserie-Ergebnisse: Hähnchen, Rollbraten, Gyros-Spieße – alles gleichmäßig von allen Seiten gegrillt.
Unser Test mit einem ganzen Hähnchen (ca. 1,8 kg): Bei geschlossenem Deckel und alleinigem Betrieb des Heckbrenners auf mittlerer Stufe war das Hähnchen nach etwa 75 Minuten perfekt – außen knusprig, innen durchgängig saftig. Die Hitzeverteilung des Backburners funktioniert ähnlich wie ein Umluftofen und ist bemerkenswert gleichmäßig.
Wichtiger Praxistipp: Backburner und Hauptbrenner solltest Du nicht gleichzeitig bei voller Leistung betreiben. Die Grillkammer wird sonst zu heiß und das Grillgut am Drehspieß verbrennt außen, bevor es innen gar ist. Am besten funktioniert der Heckbrenner allein oder in Kombination mit maximal einem Hauptbrenner auf niedriger Stufe.
BBQ-Erfahrungen beim Räuchern mit der Smokebox
Im Lieferumfang des Earl ist eine Edelstahl-Smokebox enthalten, die Du mit Woodchips oder Pellets befüllen kannst. Ich bin immer skeptisch – Räuchern auf einem Gasgrill ist selten überzeugend. Das Ergebnis hat mich aber überrascht.
Für unseren Test haben wir Spare Ribs im 3-2-1-Verfahren zubereitet: drei Stunden Rauch bei 110 °C (ein Brenner auf niedrigster Stufe, Smokebox direkt über der Flamme), zwei Stunden in Folie, eine Stunde offen mit BBQ Sauce zum glasieren. Das Raucharoma war dezent, aber wahrnehmbar – kein Vergleich zu einem dedizierten Smoker oder Pelletgrill, aber für einen Gasgrill ein sehr ordentliches Ergebnis.
Ehrlich gesagt: Wenn Räuchern Dein Hauptanwendungsfall ist, wirst Du mit einem Pelletgrill oder Kamado glücklicher. Der Earl ist ein Gasgrill, der Räuchern kann – aber es ist nicht seine Kernkompetenz. Für gelegentliches Räuchern mit leichter Rauchnote reicht die Smokebox aber vollkommen aus.
Verarbeitung und Material des Burnhard Earl: Erfahrungen im Detail
Der Burnhard Gasgrill ist ein Schwergewicht: rund 70 kg bringt der Earl auf die Waage. Korpus und Brennkammer bestehen aus dickem Edelstahl, die Seitenteile aus Aluminium-Druckguss. Das fühlt sich wertig an und steht für Langlebigkeit.
Die gusseisernen Grillroste verdienen besondere Erwähnung: Sie sind schwer, speichern Hitze hervorragend und kommen ab Werk bereits eingebrannt. Wer lieber etwas leichter reinigen möchte, kann zur Edelstahl-Variante greifen – beide Optionen funktionieren gut. Die W-Shape Flavor Bars unter den Grillrosten verteilen Tropffett gleichmäßig und erzeugen aromatischen Rauch, ohne dass Fettbrände entstehen.
Das Schubladen-System mit Soft-Close im Unterschrank ist im Alltag überraschend praktisch – Grillzubehör, Rubs und Handschuhe sind griffbereit, ohne dass Du den Blick vom Rost nehmen musst. Eine 11 kg Gasflasche findet im Unterschrank Platz und ist dort sicher und unsichtbar verstaut.
Ein Pluspunkt für kleinere Terrassen: Die beiden Seitentische lassen sich einklappen – so schrumpft die Breite des Earl auf kompakte 99,5 cm. Ausgeklappt bringt er es allerdings auf rund eineinhalb Meter, das solltest Du bei der Stellplatzwahl berücksichtigen.
Was uns weniger überzeugt hat: Das verbaute Deckelthermometer zeigt Tendenzen, ist aber nicht präzise genug. Wenn Du regelmäßig niedrige Temperaturen fährst, ist ein separates Grillthermometer Pflicht. Außerdem fehlt dem Earl eine WLAN- oder Bluetooth-Anbindung – as ist kein Muss, aber in dieser Preisklasse hätten wir uns ein digitales Feature gewünscht.
Burnhard Earl vs. vergleichbare Gasgrills: Earl, Fred und die Konkurrenz
Um Dir eine bessere Einordnung zu geben, habe ich den Burnhard Earl mit drei anderen 3-Brenner Gasgrills in einer ähnlichen Preis- und Leistungsklasse verglichen:
| Kriterium | Burnhard Earl 3-Brenner | Broil King Royal 390 Shadow | Napoleon Rogue PRO-S 425 | Outdoorchef Heat X-345 |
|---|---|---|---|---|
| Hauptbrenner | 3 × 3,75 kW (11,25 kW) | 3 Dual-Tube (8,8 kW) | 3 Brenner (14,25 kW) | 3 Brenner (12,6 kW) |
| Gesamtleistung | 19,25 kW | 15,95 kW | 23,75 kW | 23,5 kW |
| Infrarot-/Keramikbrenner | Ja (Seitentisch, 4,5 kW, bis 900 °C) | Optional nachrüstbar | Ja (Sizzle Zone, bis 800 °C) | Ja (Blazing Zone, bis 900 °C) |
| Heckbrenner | Ja (3,5 kW) | Ja (4,4 kW) | Ja (5 kW) | Ja (4,4 kW) |
| Grillfläche (Hauptrost) | 59,5 x 43 cm | 56 x 38 cm | 60 x 45 cm | 58,5 x 44 cm |
| Drehspieß | Optional | Inklusive | Inklusive | Optional |
| Preis (UVP) | ab 1.199 € | ab 999 € | ab 1.449 € | ab 1.399 € |
Der Vergleich zeigt: Der Burnhard Earl bietet in seiner Preisklasse die größte Grillfläche und den umfangreichsten Lieferumfang – inklusive Smokebox, Schneidebrett aus Akazienholz und UV-beständiger Abdeckhaube. Der Broil King Royal 390 Shadow ist rund 200 € günstiger und bringt einen Drehspieß gleich mit – einen Infrarot-Brenner kann man optional nachrüsten. Der Napoleon Rogue PRO-S 425 punktet mit der höchsten Gesamtleistung und der Sizzle Zone, kostet dafür aber auch 250 € mehr. Der Outdoorchef Heat X-345 spielt mit seiner Blazing Zone auf ähnlichem Niveau wie der Earl, ist preislich aber ebenfalls höher angesiedelt. Den Gasgrill Burnhard Earl gibt es als 3- und 4-Brenner Variante – der 4-Brenner Earl (Big Earl) rundet das Programm für größere Gruppen mit bis zu 23 kW nach oben ab. Wer eher ein kompaktes Modell sucht, findet in der Fred-Serie mit dem Big Fred Deluxe oder dem Burnhard Fat Fred weitere Alternativen aus dem Burnhard-Sortiment.
Reinigung des Earl Gasgrills: Alltagstauglich?
Nach dem Grillen ist vor dem Reinigen – und hier macht es Dir der Earl relativ leicht. Meine Routine nach jeder Session: Deckel schließen, alle Hauptbrenner für 10–15 Minuten auf voller Stufe ausbrennen lassen, abkühlen lassen, dann die gusseisernen Grillroste im warmen Zustand mit einer Grillbürste mit Messingborsten reinigen und dünn mit Trennspray einölen.
Die Fettauffangschale lässt sich werkzeuglos entnehmen und reinigen – das geht schnell und unkompliziert. Das Fettablaufblech über der Schale ist ebenfalls leicht zugänglich. Etwas fummeliger ist die Reinigung der W-Shape Flavor Bars: Sie sitzen relativ eng und lassen sich nicht ganz so leicht einzeln herausnehmen. Kein Dealbreaker, aber hier gibt es bei anderen Gasgrills elegantere Lösungen.
Die UV-beständige Abdeckhaube schützt den Grill zuverlässig vor Witterung. Nach zwei Wochen Dauereinsatz auf der Terrasse – inklusive eines kräftigen Regenschauers – zeigt der Edelstahl keinerlei Korrosionsspuren. Für eine belastbare Aussage zur Langlebigkeit wäre allerdings ein Langzeittest über mehrere Monate oder eine komplette Grillsaison deutlich aussagekräftiger.
Für wen eignet sich der Burnhard Earl 3-Brenner – und für wen nicht?
Der Earl passt zu Dir, wenn Du:
- regelmäßig für 4–8 Personen grillst und eine großzügige Grillfläche brauchst
- auf perfekte Steak-Krusten mit dem Infrarot-Keramikbrenner Wert legst
- neben Direktgrillen auch Low & Slow, Räuchern und Rotisserie ausprobieren willst
- Wert auf wertige Verarbeitung aus Edelstahl legst, die viele Jahre hält
- einen Gasgrill suchst, der auf der Terrasse auch optisch eine gute Figur macht
Der Earl ist weniger geeignet, wenn Du:
- einen kompakten Gasgrill für den Balkon suchst – auch mit eingeklappten Seitentischen misst der Earl noch knapp einen Meter in der Breite
- primär Low & Slow räuchern willst – hier sind Pelletgrills die bessere Wahl
- ein möglichst kleines Budget hast – für unter 1.000 € gibt es gute Alternativen wie den Burnhard Big Fred Deluxe
- einen Gasgrill mit vier Brennern oder mehr brauchst – dann ist der Big Earl die bessere Wahl
- den Grill häufig umstellen musst – mit 70 kg ist der Earl kein Leichtgewicht
Unser Fazit: Lohnt sich der Burnhard Earl?
Nach zwei Wochen intensivem Praxistest mit vier Grillsessions kann ich sagen: Der Burnhard Earl 3-Brenner ist ein hervorragender Gasgrill für ambitionierte Hobbygriller, die mehr wollen als nur Würstchen und Steaks. Die Kombination aus starker Grillleistung, dem beeindruckenden Infrarot-Keramikbrenner, dem Heckbrenner für Rotisserie und dem umfangreichen Grillzubehör macht ihn zu einer echten Empfehlung in der Preisklasse ab 1.199 €. Unter den Earl Gasgrills ist der 3-Brenner des Burnhard Earls das ausgewogenste Modell für ambitionierte Griller.
Die Schwächen sind überschaubar und ehrlich benannt: Das hohe Gewicht, das ungenaue Deckelthermometer und die fehlende WLAN-/Bluetooth-Anbindung sind Punkte, die Burnhard bei einer nächsten Generation verbessern könnte. Für unseren Expertentest ergibt das verdiente 4,2 von 5 Sternen.
Wenn Du den Burnhard Earl live erleben möchtest, besuche uns gerne im Grillcenter Nord – wir zeigen Dir den Grill im Showroom und beantworten alle Deine Fragen persönlich.
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