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Kerntemperatur Lammlachse: Lammfleisch auf den Punkt braten

Lammlachse gehören zu den dankbarsten Teilstücken vom Lamm. Mager, feinfaserig, kein Knochen, keine Sehne, die Dir dazwischenfunkt. Genau deshalb verzeihen sie auch wenig: Zwischen rosa und grau liegen hier oft nur fünf Grad. Wer nach Gefühl arbeitet, trifft den Punkt irgendwann. Wer die Kerntemperatur im Blick hat, trifft ihn jedes Mal.

Stand: September 2026

Lammlachse, Lammkotelett und Karree: wo die Cuts sitzen

Der Lammlachs ist der ausgelöste Lammrücken, also der Rückenmuskel ohne Knochen. Mit Knochen heißt dasselbe Teilstück Lammkarree. Der Name hat nichts mit Fisch zu tun, er beschreibt die Form: ein langer, gleichmäßig runder Strang, den der Metzger in einem Stück aus dem Rücken löst. Weil der Muskel kaum arbeitet, ist er besonders zart und saftig.

Beim Rind wäre das grob die Position des Roastbeefs. Darunter liegt noch ein zweites, deutlich kleineres Teilstück. Beides wird gern verwechselt, weil beides zart ist und kurz auf die Hitze kommt. Der Lachs ist das größere, kompaktere Stück und lässt sich gut am Stück auf den Punkt zubereiten. Aus der Lammschulter wird dagegen geschmort.

Kerntemperatur für Lammlachse: die Werte für alle Fleischstücke

Das sind die Temperaturen, mit denen wir arbeiten. Gemessen wird immer an der dicksten Stelle, nicht am auslaufenden Ende.

Teilstück Englisch (medium rare) Rosa (medium) Durchgegart (well done)
Lammlachse 58–59 °C 60–64 °C 65 °C
Lammkarree 58–59 °C 60–64 °C 65 °C
Lammfilet 58–59 °C 60–64 °C 65 °C
Lammkoteletts 58–59 °C 60–64 °C 65 °C
Lammkeule 60–62 °C 63–66 °C 67–68 °C

Die ideale Kerntemperatur liegt für uns bei etwa 58 bis 60 Grad. Da ist der Kern rosa, das Fleisch hat aber schon genug Hitze gesehen, um seinen typischen Geschmack zu entwickeln. Ab 65 Grad ist der Lammlachs durchgegart, also grau und fest. Das ist kein Drama, wenn Du es so magst, nur zurückholen kannst Du es nicht.

Rechne mit dem Nachziehen. Ein Lammlachs steigt nach dem Rost meist noch um zwei bis drei Grad. Nimm ihn also runter, bevor Deine Wunschtemperatur erreicht ist. Wer es exakt treffen will, zieht bei 56 Grad ab und lässt den Rest beim Ruhen passieren. Der Wert unterscheidet sich dabei nicht von dem für Lammkarree, nur die Keule braucht ein paar Grad mehr. Alle Werte findest Du in unserer Übersicht zur Kerntemperatur Lamm.

So bleibt Lammfleisch schön zart und saftig

Lamm hat wenig intramuskuläres Fett. Beim Schweinenacken oder beim Rib-Eye puffert das Fett einen Fehler von fünf Grad locker weg. Ein magerer Cut hat diesen Puffer nicht. Das Muskeleiweiß zieht sich zusammen, presst Saft heraus, und aus dem zarten Strang wird ein trockenes Stück Fleisch.

Dazu kommt der Eigengeschmack. Das typische Lamm-Aroma sitzt im Fett, und je länger das Stück des Lamms auf dem Rost liegt, desto intensiver im Geschmack wird es. Kurz und heiß gearbeitet bleibt es mild, saftig und aromatisch. Lange gequält schmeckt es nach genau dem, was viele Leute am Lamm nicht mögen.

Lammlachse braten oder grillen

Der Weg ist in beiden Fällen derselbe: erst Farbe, dann Temperatur. Nimm das Stück eine halbe Stunde vor dem Kurzbraten aus dem Kühlschrank und tupfe es trocken. Nasses Fleisch dämpft, statt Farbe zu nehmen.

Auf dem Grill gehst Du über die direkte Zone: 250 Grad und mehr, zwei Minuten pro Seite, bis die Oberfläche Farbe hat. Danach in die indirekte Zone ziehen und dort bei etwa 150 Grad auf Temperatur bringen. Ob Grill oder Backofen macht dabei kaum einen Unterschied, die Ofentemperatur liegt im selben Bereich. In der Pfanne ist es dasselbe Prinzip, nur mit Butterschmalz statt Glut. Es hält die Hitze aus, ohne zu verbrennen, und gibt die Kruste, die Du beim Lamm haben willst.

Und dann das Wichtigste, was die meisten überspringen: Fünf Minuten ruhen lassen, locker mit Alufolie abgedeckt. In dieser Zeit verteilt sich der Saft wieder im ganzen Stück und es bleibt saftig und zart. Schneidest Du sofort an, läuft er Dir aufs Brett.

Feste Garzeiten gibt es beim Lamm nicht

Zwei Minuten pro Seite, dann indirekt: Das ist ein Anhalt, keine Regel. Ein drei Zentimeter dicker Lachs braucht deutlich weniger als ein fünf Zentimeter dicker. Eine feste Garzeit hilft Dir deshalb nicht weiter, die Zieltemperatur schon.

Lammlachse marinieren: Marinade oder pur würzen?

Beides geht, aber es macht einen Unterschied. Viel Öl und kräftige Kräuter legen sich vor den feinen Geschmack. Bei einem der besten Teilstücke am Tier finden wir das schade.

Unser Weg: Rosmarin und Thymian grob gehackt, dazu etwas Knoblauch und Öl, das Ganze eine Stunde vor dem Grillen ans Fleisch. Mit Salz und Pfeffer würzen wir erst kurz vor der Hitze. So bleibt das Ergebnis zart und aromatisch, ohne dass die Kräuter alles überdecken. Willst Du das Fleisch länger einlegen, nimm die Säure raus. Zitrone und Essig arbeiten sich in das magere Fleisch und machen die Oberfläche über Nacht mehlig.

Womit Du die richtige Kerntemperatur bei Lamm misst

Ein Lammlachs ist selten dicker als vier Zentimeter. Für so ein Stück brauchst Du kein Gerät, das stundenlang mitläuft, sondern eines, das sofort einen Wert zeigt. Greif also zum Napoleon Fast Read Fleischthermometer, das genau für Steaks und schnelle Zwischenmessungen gebaut ist.

Wer mehrere Stücke gleichzeitig auf dem Rost hat oder ein Lamm im Ganzen im Kamado gart, ist mit einem kabellosen Modell besser dran. Dann greifst Du zum Meater 2 Plus, der im Fleisch stecken bleibt und den Verlauf aufs Handy funkt. So siehst Du, wann die gewünschte Kerntemperatur näher rückt, ohne den Deckel zu heben.

Stich waagerecht von der Seite ein und ziel auf die Mitte des Strangs. Typische Messfehler zeigen wir Dir beim richtigen Messen der Kerntemperatur.

Worauf es bei der Zubereitung von Lammlachs ankommt

Drei Dinge entscheiden, und keines davon ist kompliziert. Zieh das Fleisch bei 56 bis 58 Grad vom Rost, damit es beim Ruhen in Deiner Garstufe landet. Gib ihm eine kurze, harte Hitze für die Röstaromen und danach ruhige Wärme. Und lass es kurz ruhen, bevor Du das Messer ansetzt.

Alles andere ist Geschmack. Ob Du bei 58 Grad abziehst oder bei 62, ob mit Kräutern oder ohne, das ist Deine Sache. Nur raten solltest Du nicht, dafür ist das Stück zu gut.

Häufige Fragen zu Kerntemperaturen bei Lammlachs

Welche Kerntemperatur haben Lammlachse bei medium?

Rosa und saftig liegen Lammlachse bei 60 bis 64 Grad. Wer es eine Spur roter mag, zieht bei 58 bis 59 Grad ab, das entspricht der Stufe englisch.

Sind Lammlachs und Lammfilet dasselbe?

Nein. Der Lammlachs ist der ausgelöste Rücken, darunter liegt das kleinere, magerere Stück. Die Werte sind bei beiden identisch, nur die Zeit unterscheidet sich: Das Filet ist deutlich schneller fertig.

Wie lange müssen Lammlachse auf den Grill?

Eine feste Minutenzahl gibt es nicht, dafür schwanken Dicke und Ausgangstemperatur zu stark. Als Anhalt: zwei Minuten pro Seite direkt, danach indirekt bis zur Zieltemperatur. Verlass Dich auf das Thermometer, nicht auf die Uhr.

Kann man Lammlachse grillen und rosa servieren?

Ja. Lamm ist gewachsenes Muskelfleisch und darf wie Rind rosa auf den Teller. Anders als bei Geflügel oder Hackfleisch gibt es keinen Grund, es durchzugaren.

Muss ich einen Lammlachs vor dem Grillen parieren?

Silberhaut ja, Fettdeckel nein. Die Silberhaut zieht sich in der Hitze zusammen und wölbt das Stück, sie kommt runter. Eine dünne Fettauflage darf bleiben, sie trägt den Geschmack.

Quellen: Die Werte in der Tabelle entsprechen unserer Übersicht zur Kerntemperatur für Lamm. Die Angaben zu den Thermometern stammen von den jeweiligen Produktseiten in unserem Shop.

Noch Fragen zum Lamm?

Wenn Du tiefer einsteigen willst: In unserer Übersicht zur Kerntemperatur findest Du die Werte für alle gängigen Fleischsorten, und wie ein ganzes Lamm auf den Rost kommt, zeigen wir Dir im Beitrag Lamm grillen.

Und wenn Du lieber mit jemandem sprichst, statt zu lesen: Schau bei uns im Grillcenter Nord vorbei. Du erreichst uns auch telefonisch oder per Mail, wir sortieren das Thema gern mit Dir.

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  • Gründer und Geschäftsführer des Grillcenter Nord
  • Experte für Grillkurse: Über 10 Jahre Erfahrung als Grillmeister
  • Leidenschaftlicher BBQ-Liebhaber mit Fokus auf Perfektion

Der Gründer des Grillcenter Nords, ist ein leidenschaftlicher Grillmeister und ehemaliger Berufsfeuerwehrmann aus Hamburg. Seine Karriere bei der Feuerwehr half ihm, seine Fähigkeiten im Umgang mit Feuer zu entwickeln, die er in seine Grillkunst integriert. Michael ist bekannt für seine herzliche und humorvolle Art und steht hinter dem Konzept des Grillcenter Nord, das er als einen Ort für alle Grillbegeisterten etablierte.

Er hat eine Vorliebe für Traeger Pelletgrills, insbesondere den Traeger Timberline, und ist für seine inspirierenden Grillkurse und seine Fähigkeit, Grillen als kreatives und lehrreiches Erlebnis zu gestalten, bekannt.