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Elektrogrill im Trend: Was die Zahlen zu Elektrogrills 2026 sagen

Seit Anfang August geht eine Zahl durch die Grillberichterstattung: Der Anteil der Elektrogrills am Verkauf soll sich in zehn Jahren fast vervierfacht haben, von 7 auf 25 Prozent. Holzkohle verliert, Strom gewinnt. Wer das liest, denkt an einen Umbruch.

Parallel dazu liegt der deutsche Branchenbericht auf dem Tisch, und der sagt zum selben Thema etwas anderes. Beides stimmt. Du musst nur wissen, was jeweils gemessen wurde. Und wann so ein Gerät bei Dir wirklich Sinn ergibt.

Stand: 2. September 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die vielzitierte Zahl vom Vervierfachen stammt vom Onlinehändler Galaxus. Es sind Verkaufsanteile eines einzelnen Händlers, keine Marktstudie.
  • Der deutsche Branchenbericht von IFH KÖLN und Industrieverband Garten kommt zu einem nüchterneren Bild: Elektrogrills entwickeln sich stabil, mit moderaten Zuwächsen. Der große Gewinner der letzten zehn Jahre ist Gas.
  • Verloren hat in beiden Datensätzen dasselbe: das Kohlefeuer.
  • Laut YouGov steht in 30 Prozent der deutschen Haushalte ein Gerät mit Kabel, in Städten sogar in 38 Prozent. Der Trend ist also längst da, er heißt nur nicht Boom, sondern Stadt.
  • Unsere Empfehlung hängt nicht am Trend, sondern an Deinem Balkon, Deinem Anschluss und daran, was Du grillen willst.

Woher die Zahlen zum Boom bei Elektrogrills kommen

Der Ausgangspunkt ist eine Pressemitteilung des Onlinehändlers Galaxus von Anfang August. Sie wertet die eigenen Verkäufe über zehn Jahre aus. Das Ergebnis: Vor zehn Jahren war mehr als jeder zweite verkaufte Grill ein Kohlegerät, heute sind es noch drei von zehn. Der Anteil der Geräte mit Kabel stieg im selben Zeitraum von 7 auf 25 Prozent. Gasgeräte sind mit 45 Prozent die größte Gruppe, Keramik und Pellet spielen dort kaum eine Rolle.

Die Mitteilung zitiert Anthony Gullo, bei Galaxus für das Grillsortiment zuständig, mit einem Satz, der die Richtung gut beschreibt: „Der Elektrogrill hat sein Image als Notlösung für den Balkon abgelegt." Dazu nennt die Mitteilung Gründe, die wir aus Beratungsgesprächen kennen: In vielen Mietwohnungen ist offenes Feuer auf dem Balkon untersagt, und viele Leute wollen es einfach unkompliziert. Elektrisch grillen heißt für sie vor allem: keine Flasche, keine Asche, keine Diskussion mit dem Vermieter.

Zwei Dinge musst Du dazu wissen, sonst liest Du die Zahl falsch. Erstens sind es Daten eines einzigen Händlers, kein Abbild des Marktes. Zweitens ist es ein Anteil an Stückzahlen, keine Umsatzentwicklung. Wenn ein günstiges Gerät für rund 220 Franken oder Euro gegen ein Gasgerät für rund 450 antritt, verschieben sich Stückzahlen deutlich schneller als Umsätze. Und die Mitteilung nennt Preise in „Franken/Euro", der Händler stammt aus der Schweiz. Wie viel davon auf den deutschen Markt entfällt, steht dort nicht.

Was der deutsche Branchenbericht 2026 dagegenhält

Für Deutschland gibt es eine belastbarere Quelle: den „Branchenbericht Grillen", Jahrgang 2026, vom IFH KÖLN gemeinsam mit dem Industrieverband Garten. Er misst nicht die Kasse eines Händlers, sondern das Marktvolumen auf Endverbraucherebene seit 2015.

Dessen Befund fällt deutlich nüchterner aus. Der gesamte Grillmarkt aus Geräten, Brennstoffen und Zubehör verlor 2025 drei Prozent Umsatz. Setzt Du 2015 auf den Indexwert 100, dann stehen Gasgeräte 2025 bei 248, Kohlegeräte nur noch bei 39. Und die Geräte mit Kabel? Die entwickeln sich laut Bericht „vergleichsweise stabil" und verzeichnen „nur moderate Zuwächse".

Das ist kein Widerspruch zur Händlermeldung, sondern eine andere Messung. Christian Lerch, Senior Projektmanager am IFH KÖLN, ordnet den Gesamtmarkt so ein: Der Grillmarkt entwickle sich bereits im dritten Jahr in Folge schwächer als der Gartenmarkt insgesamt, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Marktsättigung nachwirke. Für das laufende Jahr sieht der Bericht keine spürbaren Impulse für eine Belebung.

  Galaxus (Händlerdaten) IFH KÖLN / IVG (Deutschland)
Was gemessen wird Anteil an den eigenen Verkäufen, in Stück Marktvolumen in Umsatz, Endverbraucher
Elektro 7 auf 25 Prozent Anteil stabil, moderate Zuwächse
Gas 45 Prozent Anteil, größte Gruppe Index 248 gegenüber 2015
Kohle von über 50 auf 30 Prozent Anteil Index 39 gegenüber 2015
Aussagekraft für Dich zeigt eine Richtung im Onlinehandel zeigt den deutschen Gesamtmarkt

Die gemeinsame Schnittmenge ist unstrittig, und sie ist die eigentliche Nachricht: Das Kohlefeuer verliert seit Jahren, in beiden Datensätzen, deutlich. Der Streit geht nur darum, wer die Stücke erbt.

Elektrogrill oder Gasgrill: was in Deutschland tatsächlich zu Hause steht

Die dritte Zahlenquelle bringt die Sache auf den Boden. YouGov hat Ende August eine repräsentative Bilanz der Grillsaison veröffentlicht und dafür gut 2.000 Menschen ab 18 Jahren befragt. Danach besitzen 71 Prozent der Haushalte mindestens ein Gerät, und 69 Prozent haben in diesem Jahr mindestens einmal gegrillt.

Beim Bestand liegt die Kohle mit 49 Prozent weiter vorn, dahinter Gasgrills mit 35 Prozent und Elektrogrills mit 30 Prozent. Knapp ein Drittel der Haushalte hat also längst ein Elektrogerät zu Hause, obwohl der Markt keinen Boom meldet. Der Unterschied steckt im Wohnort, und er ist groß: In der Stadt besitzen 38 Prozent ein Gerät mit Kabel, auf dem Land nur 24 Prozent. Bei Holzkohlegrills dreht sich das Verhältnis um, Land 55 Prozent gegen Stadt 43 Prozent.

Das deckt sich exakt mit dem, was bei uns über den Tresen geht. Der Elektrogrill ist kein Modetrend, er ist die Antwort auf einen Balkon im dritten Stock. Und er ist selten das einzige Gerät im Haushalt, sondern häufig das zweite: eines für draußen am Wochenende, eines für den Alltag unter der Woche.

Welche Arten von Elektrogrills es gibt

Wer „Elektrogrill" sagt, meint sehr unterschiedliche Geräte. Das ist einer der Gründe, warum die Marktzahlen so weit auseinandergehen: Sie zählen alles in einen Topf.

Tischgrills: kompakt und günstig

Das ist die Masse. Kleine Geräte für den Tisch, oft ohne Deckel, günstig in der Anschaffung und schnell startklar. Sie treiben die Stückzahlen nach oben und die Durchschnittspreise nach unten. Für zwei Würstchen auf dem Balkon reichen sie, an Grenzen kommen sie, sobald etwas Dickeres darauf liegt.

Standgrills: der Elektrogrill mit Deckel

Ein Standgrill mit geschlossenem Innenraum ist eine andere Liga. Erst der Deckel macht indirektes Garen möglich, hält die Hitze und sorgt dafür, dass Wärme von oben zurückkommt. Ein Elektrogrill mit Deckel kann dadurch Dinge, die ein offenes Gerät nie hinbekommt: ein Hähnchen, einen Braten, alles was Zeit braucht. Moderne Elektrogrills dieser Bauart haben außerdem eine ordentliche Temperaturregelung statt einer simplen Stufenschaltung.

Grillplatten: schonend garen auf der Plancha

Den zweiten Trend aus der Galaxus-Auswertung übersehen die meisten, dabei ist er der auffälligere: Die Nachfrage nach der Plancha, also der glatten Grillplatte mit Wurzeln in Spanien und Frankreich, hat sich zwischen 2024 und 2026 fast verdoppelt. Grillplatten gibt es für Gas ebenso wie mit Strom, der Trend ist also nicht auf eine Energieart festgelegt.

Interessant ist er trotzdem, weil er in dieselbe Richtung zeigt: Auf einer geschlossenen Platte brauchst Du kaum Fett, das Grillgut gart sanft, und es fällt nichts hindurch. Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte und Smash Burger funktionieren darauf besser als auf Stäben. Wer draußen kocht und das Thema Outdoor ernst nimmt, landet fast zwangsläufig bei einer Platte, unabhängig davon, was darunter heizt.

Wann ein Elektrogrill wirklich passt

Wann wir zum Kabel raten, hat mit Trends nichts zu tun.

Balkon, Innenhof, Mietwohnung: elektrisch ist oft die einzige Option

Wo die Hausordnung offenes Feuer verbietet oder die Nachbarn zwei Meter entfernt sitzen, ist die Sache klar. Ein Grill ohne Flamme macht weniger Rauch als ein Kohlegerät, es gibt keine Funken und keinen Aschebehälter, den Du durch die Wohnung tragen musst. Dazu kommt die einfache Reinigung: Es bleibt keine Asche übrig, und eine Fettwanne ist schneller zu reinigen als ein ausgebrannter Kohlekorb. Genau daher kommt der alte Ruf als Notlösung, und genau der stimmt heute nicht mehr.

Wenn es unter der Woche schnell gehen soll: elektrisch startet sofort

Ein Kohlegerät braucht seine Zeit, bis die Glut so weit ist. Ein Gerät mit Strom ist dagegen schnell einsatzbereit, Du drehst auf und wartest ein paar Minuten. Wer abends um halb sieben grillen will und um sieben essen möchte, merkt diesen Unterschied jeden einzelnen Tag.

Wenn Du genau steuern willst

Strom lässt sich präzise regeln, und die Temperatur bleibt, wo Du sie hingestellt hast, auch wenn es draußen kühler wird oder etwas Wind geht. Für alles, was gleichmäßig garen soll, ist das ein echter Vorteil: Geflügel, Gemüse, dickere Stücke, die Zeit brauchen. Wie Du die Hitze im Detail einstellst, welche Temperaturen wofür passen und wie Du das Gerät sauber bekommst, steht ausführlich in unserem großen Elektrogrill FAQ.

Als Zweitgerät neben dem großen Grill

Sehr viele Kunden kaufen kein Entweder-oder, sondern eine Ergänzung. Der große Grill bleibt für Besuch und Wochenende, dazu kommt ein kompaktes Gerät für zwei Personen an einem normalen Dienstag. Ein Tischgrill oder ein mobiles Modell mit Deckel reicht dafür völlig. Es muss kompakt sein, nicht groß, und es soll ohne Vorbereitung loslegen.

Wo Elektrogrills an Grenzen stoßen

Drei Punkte solltest Du vor dem Kauf kennen, sonst steht das Gerät nach zwei Sommern im Keller.

Die Leistung hängt am Anschluss

An einem normalen Schuko-Anschluss liegen die Geräte üblicherweise bei rund 2000 bis 2400 Watt. Technisch ginge etwas mehr, aber die Hersteller planen Reserve ein, weil an demselben Stromkreis noch anderes hängt. Das reicht für den Alltag, für ein wirklich scharf angebratenes Steak mit kräftigem Branding wird es an der Grenze eng. Wer deutlich mehr will, etwa die Leistungsklasse des Rogue EQ 365, braucht ein Gerät mit Starkstromanschluss, und der muss vorhanden sein.

Auf voller Stufe zieht ein Gerät mit 2200 Watt gut zwei Kilowattstunden in der Stunde. Sobald die Temperatur steht, drehst Du herunter, und der Verbrauch sinkt mit. Mehr als ein paar Kilowattstunden werden es an einem Abend selten.

Das Raucharoma fehlt

Ohne Kohle und ohne Holz gibt es kein Raucharoma. Manche Geräte gleichen das mit einer Box zum Räuchern aus, aber es bleibt eine Annäherung. Wenn Du genau diesen Geschmack suchst, also klassisches BBQ mit Rauch, ist ein Gerät mit Kohle oder ein Smoker die bessere Wahl.

Reinigung heißt nicht automatisch weniger Arbeit

Ohne Asche fällt zwar ein Arbeitsschritt weg, dafür musst Du Heizelement und Fettwanne regelmäßig sauber machen. Viele Elektrogrills lösen das mit herausnehmbaren Bauteilen, die in die Spülmaschine dürfen. Prüfe das vor dem Kauf, es entscheidet darüber, wie oft Du das Gerät wirklich anwirfst.

Der Preis ist nicht immer der Vorteil

Die günstigen Geräte, die den Marktanteil nach oben treiben, sind meist einfache Tischgeräte. Laut YouGov gaben über 1,1 Millionen Haushalte ihr Geld im Baumarkt aus, im Schnitt knapp 200 Euro für den neuen Grill. Auf diesem Niveau bekommst Du eine heiße Platte, aber keinen Deckel, der Hitze hält, und keine Auflage, die Wärme speichert. Genau daran scheitert der erste Versuch oft. Einen hochwertigen Elektrogrill erkennst Du weniger an der Leistung auf dem Papier als an Deckel, Material und der Frage, ob die eingestellte Grilltemperatur auch gehalten wird.

Was bei Elektrogrills in der Praxis schiefgeht

Die meisten Rückfragen zu Elektrogrills, die bei uns im Laden landen, haben nichts mit dem Grill zu tun, sondern mit dem Weg vom Sicherungskasten bis zum Gerät. Was hier steht, kommt aus unseren Beratungsgesprächen, aufgeschrieben von Sebastian, der bei uns Online-Shop und Kundenkommunikation verantwortet, und lässt sich vor dem Kauf klären.

Die Kabeltrommel

Der Grill steht hinten auf der Terrasse, der Anschluss ist im Haus, dazwischen hängt eine Kabeltrommel. Aufgerollt verträgt die deutlich weniger Last als abgerollt, das steht auf jeder Trommel drauf, weil sich das Kabel im Wickel erwärmt. Ein Gerät mit Kabel zieht aber beim Aufheizen und auf hoher Stufe über längere Zeit hohe Last. Also: Trommel komplett abrollen, besser noch eine kurze, außentaugliche Verlängerung nehmen. Je länger und dünner das Kabel, desto weniger Leistung kommt am Grill an. Draußen gehört das Ganze an einen Anschluss mit FI-Schutzschalter. Das Kabel bleibt weg von heißen Teilen, und wenn es regnet, bleibt der Grill aus.

Alte Leitungen im Haus

In älteren Häusern sind die Leitungen oft alt, und am selben Stromkreis hängen weitere Verbraucher. Dann kommt am Grill schlicht weniger an, als auf dem Typenschild steht, und das Gerät wird nicht so heiß, wie Du es erwartest. Heizt der Grill träge auf, liegt es nach unserer Erfahrung meist nicht am Grill, sondern an der Zuleitung. Für Starkstromgeräte wie den Napoleon Rogue EQ 365 gilt ohnehin: Den Anschluss legt der Elektriker, nicht Du.

Die Erwartung vom Gas- oder Kohlegerät

Der häufigste Punkt ist gar kein technischer. Wer von Gas oder Kohle kommt, erwartet dieselben Ergebnisse, nur mit Kabel. Das klappt nicht. Ein Gerät mit Strom heizt anders, hält seine Hitze anders und liefert bei dickem Fleisch ein anderes Ergebnis. Wer das vorher weiß, ist mit seinem Gerät zufrieden. Wer es nicht weiß, steht nach dem ersten Abend enttäuscht am Grill. Genau deshalb fragen wir im Beratungsgespräch gleich nach dem Anschluss, womit Du bisher gegrillt hast, und erst danach nach dem Modell.

Elektrogrill kaufen: was wir im Laden dazu raten

Wir führen in unserer Elektrogrill-Abteilung bewusst keine 80-Euro-Tischgeräte, sondern ausschließlich Napoleon. Der Grund: Ein Gerät mit Kabel wird erst dann gut, wenn Deckel, Roste und Regelung zusammenpassen. Zwei Beispiele aus unserem Sortiment zeigen die Spannweite.

Napoleon TravelQ PRO285EX: der Kompakte für den Balkon

Der Napoleon TravelQ PRO285EX ist bei uns das Gerät für Balkon und Terrasse. Er arbeitet mit einer Heizspirale von 2200 Watt, die sich stufenlos regeln lässt, und läuft an 220 bis 240 Volt bei 10 Ampere, also an jeder haushaltsüblichen Steckdose. Die Grillfläche misst 54 x 37 cm, das reicht für bis zu 20 Burger. Die Grillauflage besteht aus porzellanemailliertem Gusseisen, dazu kommt ein hoher Deckel aus Aluminiumguss. Der Wagen klappt zusammen und bringt zwei Seitenablagen mit. Die TravelQ-Reihe steht bei uns im Showroom, und dort passiert regelmäßig dasselbe: Die Leute halten das Gerät für ein Gasmodell, bis sie das Kabel sehen. Seine Grenze ist die Leistung: Mit 2200 Watt bekommst Du auf ein dickes Steak kein hartes Branding, dafür ist er nicht gebaut.

Der Napoleon Rogue EQ 365: leistungsstark mit Starkstrom

Das andere Ende markiert der Napoleon Rogue EQ 365. Er hat zwei getrennt regelbare Heizspiralen mit zusammen 5400 Watt Leistung, jede in zehn Stufen einstellbar, und erreicht bis zu 400 °C auf massiven Gussrosten. Für hohe Temperaturen und damit für Röstaromen ist das die entscheidende Reserve. Scharfes Anbraten ist damit machbar. Dafür braucht er Starkstrom, der passende fünfpolige Stecker liegt bei. Er hat Reserven, aber er ist eben auch ein Gerät, für das die Elektrik im Haus stimmen muss. Liegt noch keine Starkstromdose auf der Terrasse, kostet Dich der Anschluss einen Elektriker-Termin.

  Napoleon TravelQ PRO285EX Napoleon Rogue EQ 365
Anschluss Schuko, 220 bis 240 Volt bei 10 Ampere Starkstrom, fünfpoliger Stecker liegt bei
Leistung eine Heizspirale mit 2200 W, stufenlos zwei Heizspiralen mit zusammen 5400 W, je zehn Stufen
Rost WAVE-Rost aus porzellanemailliertem Gusseisen massive Gussroste, bis zu 400 °C
Extras klappbarer Wagen, zwei Seitenablagen, hoher Deckel Räuchermodus mit Box, Ofenfunktion, Reinigungsprogramm, App
Passt für Balkon, Terrasse, Zweitgerät ohne Starkstrom Hauptgerät ohne Gasflasche, scharfes Anbraten, wenn Starkstrom liegt

Deshalb unser Rat: Kläre zuerst den Anschluss, dann die Fläche, dann alles andere. Wer nur den normalen Hausanschluss hat, kauft in der 2000-Watt-Klasse und stellt seine Erwartung ans scharfe Anbraten entsprechend ein. Wer Starkstrom hat und ohne Gasflasche auskommen will, bekommt heute Geräte, die keine Notlösung mehr sind. Und wer beides nicht braucht, weil das Grundstück groß und die Nachbarn weit weg sind, ist mit Gas oder Kohle oft besser bedient. Ein Trend ist kein Kaufgrund.

Wo die Deutschen ihren Grill kaufen

Eine Zahl aus dem Branchenbericht zitiert kaum jemand, für Dich als Käufer ist sie aber die praktischste: Der stationäre Handel bleibt der wichtigste Absatzkanal, und laut YouGov kauften 2025 mehr als 2,4 Millionen Haushalte einen neuen Grill, über 1,1 Millionen davon im Baumarkt. Bau- und Heimwerkermärkte führen laut Branchenbericht die Rangliste der Kanäle an. Der Baumarkt hat den Preis. Was er nicht hat, ist jemand, der Dir sagt, dass Dein Hausanschluss die Leistung des Wunschgeräts gar nicht hergibt.

Wir sehen bei uns beide Enden dieser Entwicklung: Kunden, die vom Kohlegerät kommen und ihre Skepsis mitbringen, und Kunden, die aus einer Wohnung ohne Gasflaschen-Option kommen und einfach eine Lösung brauchen. Beiden stellen wir zuerst dieselbe Frage, und es ist nicht die nach dem Modell, sondern die nach dem Stromanschluss.

Was der Elektrogrill-Trend für Deinen Kauf bedeutet

Der Elektrogrill hat sich vom Notbehelf zu einer eigenen Geräteklasse entwickelt, das belegen alle drei Datensätze. Ein Boom ist es in Deutschland aber nicht: Der Branchenbericht sieht moderate Zuwächse, und der wahre Verlierer heißt Holzkohle, nicht Gas. Die Händlerzahl von 7 auf 25 Prozent beschreibt eine echte Richtung, sie beschreibt nur nicht den deutschen Markt.

Für Deine Entscheidung ist das ohnehin zweitrangig. Entscheidend sind Dein Anschluss, Dein Platz und die Frage, ob Dir Raucharoma wichtig ist. Komm bei uns im Grillcenter Nord vorbei, ruf an oder schreib uns. Wir gehen die drei Punkte gemeinsam durch, und Du kannst die Geräte vorher anfassen. Wenn Du Dich vorher einlesen willst: Die Praxisfragen zu Temperatur und Reinigung beantwortet unser Elektrogrill FAQ, die Geräte selbst stehen in unserer Elektrogrill-Abteilung.

FAQ: Häufige Fragen zu Elektrogrills und dem Trend

Stimmt es, dass sich der Anteil der Elektrogrills vervierfacht hat?

Bei einem Onlinehändler ja. Galaxus meldet für die eigenen Verkäufe einen Anstieg von 7 auf 25 Prozent in zehn Jahren. Für den deutschen Gesamtmarkt gilt das nicht: Dort verzeichnet der Branchenbericht von IFH KÖLN und IVG nur moderate Zuwächse.

Wie viele Haushalte in Deutschland haben einen Elektrogrill?

30 Prozent, so das Ergebnis der repräsentativen YouGov-Befragung aus diesem Sommer. In Städten sind es 38 Prozent, auf dem Land 24 Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich, viele Haushalte haben mehr als ein Gerät.

Reicht eine normale Steckdose zum Grillen?

Für Geräte bis rund 2400 Watt ja, die laufen an einem haushaltsüblichen Stromkreis. Rechnerisch gibt ein Schuko-Stromkreis mit 16 Ampere gut 3600 Watt her, deshalb laufen auch Geräte um 3000 Watt noch an einem eigenen Stromkreis, wenn sonst nichts daran hängt. Geräte in der Klasse des Rogue EQ 365 mit 5400 Watt brauchen Starkstrom. Prüfe das vor dem Kauf, es ist der häufigste Grund für Enttäuschung.

Bekomme ich mit Strom ein richtig scharf gebratenes Steak hin?

Mit einem Gerät der 2000-Watt-Klasse nur bedingt, dafür fehlt schlicht die Leistung. Geräte mit Starkstrom wie der Rogue EQ 365 erreichen bis zu 400 °C und schaffen es. Tupfe das Fleisch vorher trocken und gib dem Grill genug Zeit zum Aufheizen, die Grillfläche muss wirklich heiß sein.

Ersetzt ein Elektrogrill den Holzkohlegrill?

Im Handling ja, im Geschmack nicht ganz. Ohne Kohle und Holz fehlt das Raucharoma, eine Räucherbox nähert sich an, ersetzt es aber nicht. Deshalb steht bei vielen Kunden am Ende beides auf der Terrasse.

Quellen

Die Verkaufsanteile und das Zitat zum Image stammen aus der Pressemitteilung „Grillsommer 2026" des Onlinehändlers Galaxus vom 4. August, die uns als Auszug beim Fachmedium hartware.de vorlag. Die deutschen Marktzahlen inklusive der Indexwerte und der Einordnung von Christian Lerch kommen aus der Pressemitteilung des IFH KÖLN zum „Branchenbericht Grillen", Jahrgang 2026, erstellt gemeinsam mit dem Industrieverband Garten (IVG) e.V. Die Angaben zu Gerätebesitz, Stadt-Land-Verteilung und Kaufverhalten stammen aus der YouGov-Erhebung „Grillsaison-Bilanz 2026" vom 25. August, Grundlage sind eine Omnibusbefragung von 2.079 Personen im Juli sowie das YouGov Shopper-Haushaltspanel. Alle Geräteangaben stammen aus den Produktdaten der Hersteller und unserem eigenen Sortiment.

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Lerne Sebastian kennen, einen unserer BBQ Genussgestalter! Stell Dir einen Wirtschaftsingenieur vor, der seine Berechnungen am liebsten in gegrillte Rippchen und Burger umsetzt. Sebastian ist seit über 10 Jahren in der BBQ-Branche tätig.

In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Geschichtenerzähler und D&D Dungeon Master. Seine Leidenschaft fürs Grillen geht so weit, dass er wahrscheinlich sogar auf seinem Elektroroller über neue Grillrezepte nachdenkt! Man kann ihn sich vorstellen, wie er am Grill steht und epische Abenteuer plant.